Der menschliche Körper kann ganz bestimmte Antioxidantien selbst herstellen. Möglich machen das verschiedene Enzyme und Proteine, deren Aufgabe es ist, während des Stoffwechsels sogenannte freie Radikale zu neutralisieren. Ein Problem unserer Neuzeit ist allerdings, dass die meisten Enzyme nur in Verbindung mit vorhandenen Spurenelementen wirksam sein können.

Um es kurz zu fassen: Es ist schon lange bewiesen, dass künstliche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente nichts mit den natürlichen Vertretern am Hut haben. Die künstlichen Verbindungen besitzen eine komplett andere molekulare Struktur. Stell Dir einfach eine grobkörnige und eine feinkörnige Styroporplatte vor. Auf dem ersten Blick handelt es sich um das gleiche Produkte, mit den gleichen Eigenschaften, doch in Wirklichkeit unterscheiden sich beide durch Ihre Struktur. Es ist sogar so, dass synthetische Vitamine, bzw. Beta-Carotin schwere Krankheiten auslösen können, sogar Krebs.

Wenn Du nun bedenkst, dass selbst in Cornflakes oder Joghurt mit künstlichen Vitaminen nachgeholfen wird, erkennst Du vielleicht ein System. Den Herstellern ist es natürlich bekannt, dass viele der Inhaltsstoffe ganz bestimmte Krankheiten fördern können, doch das System verdient an Kranken. Heilung unerwünscht! Doch Du hast es auch selbst in der Hand, indem Du den Großteil deiner künstlichen Nahrungsmittel verdrängst und wieder öfter beim Bauern oder auf Wochenmärkten einkaufen gehst.

GLUTATHION
Glutathion besteht aus 3 Aminosäuren und scheint das bedeutendste Antioxidans, da es freie Radikale und Toxine (Gift) wie Quecksilber und Schwermetalle im Körper binden und beseitigen kann. Auch die Krebsforschung hat das Potential erkannt und forscht seit vielen Jahren an verschiedenen Enzymverbindungen (Enzymkinetik). Wir im Übrigen auch, allerdings im Rahmen unseres Studiums. Das Glutathion spielt eine Schlüsselrolle in unserem Immunsystem und ist ein wichtiger Brennstoff für unser Gehirn.

Die besten Rohstoffe, um den Körper mit ausreichend Glutathion zu versorgen:Kartoffeln, Brokkoli, Pequi-Öl, Grünkohl, Knoblacuh, Zwiebeln, alle Kohlarten, Rettich, Radieschen, Brunnenkresse, Spinat, Spargel, Walnüsse und Avocados.

COENZYM Q10
Hier wird es schon sehr kritisch. Es gibt wohl fast keinen Menschen in Deutschland, der noch nie synthetisches Coenzym Q10 konsumiert hat. Man findet es in nutzlosen Nahrungsergänzungen und vielen Naturprodukten um minderwertige oder raffinierte Rohstoffe “aufzuwerten”. In Wirklichkeit sollte es eher eine Abwertung genannt werden.

Das Coenzym Q10 ist ein Hilfsstoff der vom Körper selber produziert werden kann, doch mit der Nahrung zugeführt werden muss. Die höchsten Konzentrationen findet man in Organen mit dem größten Energiebedarf, also dein Herz, deine Leber und Nieren. Das Enzym regeneriert auch das Vitamin E und ist in unseren heutigen Lebensmitteln wenn überhaupt nur in sehr geringen Mengen zu finden. Die besten Lebensmittel sind: Pataua Öl, Buriti Öl, Traubenkernöl, Walnüsse, Pequi-Öl, Buriti-Pulver, Haselnüsse, Petersilie, Spinat, Sesam, Olivenöl und Avaocados.

ALPHA-LIPONSÄURE
Die Alpha-Liponsäure wird oft als das ulitmative Antioxidans bezeichnet, da sie extrem vielseitig und wirkungsvoll ist. Da es sowohl fett- und wasserlöslich ist, gelangt sie an jedem Ort in deinem Körper. In der Biotechnologie verwenden wir die Säure (in modifizierter Form) auch sehr oft, um bestimmte Wirkstoffe zu transportieren bzw. bei der sogenannten Blut-Hirnschranke. Aufgrund seiner Eigenschaften wirkt die Alpha-Liponsäure auch im Gehirn, wodurch es vor neurologischen Krankheiten wie Alzheimer vorbeugend schützen kann.

Ebenso wirkt die Säure bei oxidativen Zellschädigungen und beugt so Herz-Kreislauferkrankungen wie Blutdruck und Arteriosklerose vor. Zudem bietet das Antioxidans Schutz für deine Leber und Blase und kann Vitamin C, Vitamin E, das Coenzym Q10 und Glutathion regenerieren. Ein kleiner Teil der Säure wird übrigens vom Körper in die hochwertigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt. Die reichhaltigsten Quellen für die Alpha-Liponsäure sind: Passionsfruchtkernöl (ca. 80%), Andirobaöl (ca. 12%), Leinöl (ca. 12 – 18%),

MELATONIN
Das Schlafhormon wird bei ausreichend Schlaf vom Körper selbst produziert und soll eine bis zu 50x stärkere Wirkung haben als das Vitamin C. Deshalb fühlen wir uns während einer Erkrankung auch generell müde. Hör also auf deinen Körper, wenn er nach Schlaf schreit, er will Dir damit etwas sagen.

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