Heute haben wir geprüft, wo man unsere Webseite überall finden kann und haben dabei wieder kuriose Dinge entdeckt. Dabei geht es nicht nur um Acai-Öl, sondern auch andere Pflanzenöle und kuriose Deklarationen.

Das große Geheimnis um das Acaiöl ist eigentlich keine Geheimnis, sondern sehr oft eine arglistige Täuschung. Und diese möchten wir aus persönlicher Überzeugung ganz gerne lüften und für den Leser verständlich machen. Stell Dir einfach mal vor, Du suchst nach einem Shop für pures Acai Öl und findest folgende Aussage:

“Einmaliges und nachhaltig produziertes Acai-Öl mit hohen Gehalt an antioxidativen Polyphenolen”

Fakt ist, dass viele der herkömmlichen Naturkosmetikprodukte extrem gefährlich sein können und das nicht immer wegen der schädigenden Wirkung von chemischen Stoffen. Eher ist es wegen ihrer Langzeitgefahren. Viele synthetisch-hergestellte Substanzen reichern sich im Körper an. Teilweise sogar “natürliche Extrakte”, denn diese werden zum Großteil auch durch aufwendige Verfahren oder reizende Lösungsmittel gewonnen und Du brauchst nicht denken, dass davon dann im Endprodukt nichts mehr vorhanden ist. Die Ausnahme stellt dabei die Ultraschallextraktion dar. Zudem wird nahezu jeder synthetische Stoff vom Körper als Fremdstoff wahrgenommen und kann unter Umständen mit der Haut und im Körper miteinander reagieren. Die meisten Reaktionen sind noch nicht einmal erforscht.

Warum Dir das niemand sagt?
Stell Dir vor, dass einige als Konservierungsmittel deklarierten Inhaltsstoffe auch eine lokal betäubende Wirkung besitzen. Diese Stoffe werden bzw. oft in „sanften“ Babyshampoos beigemischt. Denn durch die “sanfte” Betäubung weint das Kind nicht, wenn Du ihm damit die Haare wäscht. Du siehst, spätestens hier ergibt das Ganze ein zunehmendes Bild. Das gleiche gilt auch bei einigen “hautberuhigenden” Lotionen, die oft ein Lokalanästhetikum enthalten damit die Haut für einen gewissen Zeitraum betäubt ist. Ganz nach dem Motto:

Was nicht verträglich ist, wird “verträglich” gemacht!

Und? Das wirkt doch, oder? Das klingt sofort nach einem umwerfenden Kosmetiköl mit der ultimativen Heilwirkung und ist alleine schon akustisch der Faltenschreck Nummer 1. Hier lesen die meisten auch nicht mehr weiter und klicken genüsslich auf den “Jetzt-Acai-Öl-kaufen-Knopf“.

Doch aufpassen! Hättest Du weitergelesen, dann wäre Dir aufgefallen, dass dort noch mehr steht. Etwas Unscheinbares und doch sehr wichtiges: “In raffinierter Qualität“. Wikipedia definiert das Thema Raffination wie folgt:

“Der Begriff Raffination (Raffinieren, oder Raffinierung) bezeichnet im allgemeinen Sinne ein technisches Verfahren zur Reinigung, Veredlung…”

Eine Veredelung? Alles klar, das raffinierte Acai-Öl ist also auch noch veredelt. Das muss ich haben! STOPP – aufwachen aus der Traumwelt, Zeit für die unangenehme Wahrheit. Über viele Jahre hat man es tatsächlich geschafft, Dir diesen leblosen Einheitsbrei als Veredelung zu verkaufen. In Wirklichkeit kaufst Du damit aber ein nahezu lebloses Produkt, welches seiner ursprünglichen Inhaltsstoffe beraubt ist.

Die Raffinierung von Acaiölen

Der Unterschied zwischen unserem Acai-Öl aus wilden Urpflanzen und einem raffinierten Acai-Öl besteht darin, dass unser Öl vollkommen naturbelassen ist und aufgrund der wilden Beeren generell schon eine extrem hohe Dichte an wichtigen Pflanzenstoffen aufweist und raffinierte Acaiöle stark behandelt werden und ihrer ganzen Natürlichkeit beraubt werden. Das Ganze geschieht meistens durch intensive Wärmebehandlung. Das raffinierte Öl wird teilweise für mehrere Stunden auf über 240° erhitzt.

Gemacht wird das in der Regel, um die verbliebenen Spuren von Lösungsmitteln, verschiedenen Fettsäuren und Pestiziden zu eliminieren. Es lässt sich im nachhinein also nicht mehr feststellen, ob das Acaiöl in Bioqualität produziert wurde, oder ob es sich um ein Öl aus konventionell-angebauten Acai-Beeren handelt, welches dann einfach nur als “Bio” deklariert wird. Die Verwendung eines raffinierten Öl ist allerdings unbedenklich und hat den Vorteil, dass störende Geruchsstoffe verschwinden und alles gleich aussieht. Doch bei 240° intensiver Hitzeeinwirkung kannst Du Dir sicher sein, dass von den pflegenden Pflanzenstoffen nicht mehr viel übrig ist.

Ganz besonders betrifft es die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe. Also genau die Inhaltsstoffe, die man gerne als bioaktive Aktivität bewirbt und die zum Großteil für den guten Ruf des Acaiöls verantwortlich sind. Dumm nur, dass ein raffiniertes Öl diese gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe nicht mehr besitzt – sie sind einfach verdampft. Aber auch hier hat man oft eine passende Lösung: Man führt einfach andere Pflanzenstoffe und künstliche Vitamine zu. Oft greift man hier zum Beta-Carotin, welches in seiner synthetischen Form schon lange für seine karzinogene (krebserregende) Wirkung bekannt ist.

Du solltest jetzt also ein Gefühl dafür bekommen, warum das pure und unbehandelte Acaiöl aus wilden Acaibeeren besser ist. Allerdings muss man an dieser Stelle auch ein wenig zurückrudern. Der Verbraucher ermöglicht diesen Prozess überhaupt erst. Jeder Kosmetikbenutzer möchte das ultimative Produkt und es muss etwas ganz Bestimmtes noch sehr viel besser wie pflegen: Es muss gut riechen!

Es ist nur sehr schwer möglich, ein unbehandeltes Naturprodukt mit einem erdigen Geruch in ein blumiges Hautpflegeöl zu verwandeln. Du möchtest das es gut riecht und deswegen werden 98% aller Acaiöle auch raffiniert. Dadurch ist es nahezu geruchlos, wenn auch leblos und der Hersteller kann die gewünschten Duftnuancen hinzugeben. Natürlich soll es auch günstig sein, daher kommen auch synthetische Vitamine in den Brei, einmal rühren und fertig ist das Acaiöl, was Du nach wenigen Wochen wahrscheinlich nie wieder kaufen wirst.

Medizinische und wissenschaftliche Studien werden übrigens fast immer nur an wilden und unbehandelten Urpflanzen vorgenommen.

Doch Du sollst selber entscheiden: lebloses Öl mit Blumenduft und bereits für 9 “Mark” zu kaufen oder echtes Acai-Öl mit aktiven Nährstoffen, die unsere wilde Natur über Jahrhunderte produziert hat.

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